Faktenportal – Kühlen und Heizen
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Klimaschützer Wärmepumpe

Wärmepumpen sind Allround-Talente. Indem sie den Kältemittelkreislauf umkehren können, können sie Kühlen, Heizen und das Trinkwasser erwärmen. Somit hebt die Wärmepumpentechnologie die Trennung zwischen Heizung und Klimaanlage auf und vereint beides in einem System.

Wärmepumpen zählen zu den regenerativen Systemen. Zur Wärmegewinnung nutzen Wärmepumpen bis zu 75 % der vorhandenen Umweltwärme je nach Bauart aus der Luft, der Erde oder aus dem Grundwasser sowie 25 % aus Strom. Dadurch wird der CO2-Ausstoß im Vergleich zu konventioneller Wärmeerzeugung mittels Verbrennung von Öl oder Gas verringert.

Die Zahl der Wärmepumpen steigt

Seit 1990 zeigt sich ein kontinuierlicher Anstieg von reversiblen Systemen wie Luft-Luft-Wärmepumpen, die über die Funktionen Heizen und Kühlen verfügen. Der Vorteil von Luft-Luft-Wärmepumpen ist, dass mit nur einem System die Raumheizung und -kühlung sowie die Energie für Lüftung und Warmwasserzeugung bereitgestellt werden können und somit das thermische Energiemanagement von Gebäuden zu 100 % abgedeckt werden kann.

Mit grünem Strom und Wärmepumpe CO2-frei heizen und kühlen

Um die aus der Luft, dem Wasser oder der Erde gewonnene Umweltwärme so zu temperieren, dass sie für Heiz- bzw. Kühlzwecke nutzbar ist, benötigen Wärmepumpen einen geringen Anteil an Strom. Mit der Energiewende, die auf erneuerbare Energie setzt, ist das Heizen mit Strom – im Vergleich zu früheren Zeiten – attraktiv geworden. Der Ausbau von Ökostromanlagen macht den Strom zudem immer sauberer. Wird eine Wärmepumpe mit Strom aus der hauseigenen Photovoltaik-Anlage betrieben, kann sogar CO2-neutral geheizt und gekühlt werden.
Außengerät der Luft-Wasser-Wärmepumpe DAIKIN Altherma 3 H HT.  © DAIKIN
Außengerät der Luft-Wasser-Wärmepumpe DAIKIN Altherma 3 H HT. © DAIKIN
Innengerät der Luft-Wasser-Wärmepumpe DAIKIN Altherma 3 H HT.  © DAIKIN
Innengerät der Luft-Wasser-Wärmepumpe DAIKIN Altherma 3 H HT. © DAIKIN

Wärmepumpen sind eine Schlüsseltechnologie für die Energiewende

Obwohl Wärmepumpen ein strombetriebenes System sind, gefährden sie die Energiewende nicht. Im Gegenteil: Sie sind ein Schlüssel zur Lösung der Energiewende im Gebäudesektor. Um das Energiesystem bis 2030 fit für die Zukunft – und damit u.a. auch für die Digitalisierung und E-Mobilität – zu machen, muss die Kapazität ausgebaut werden. Dies kann laut Bundesverband Wärmepumpe e.V. (BWP)1 durch folgende Schritte erreicht werden:
  • Die flexible Kraftwerkskapazität muss etwa durch Gas-Kraftwerke erhöht werden.
  • Die Netzplanung und der Netzausbau müssen dem Ausbau von Wärmepumpen und den damit einhergehenden Änderungen der Lastprofile entsprechen.
  • Die Spitzenlast kann gesenkt werden, indem Wärmepumpen bestehende elektrische Widerstandsheizungen ersetzen und mehr Hybrid-Wärmepumpen eingesetzt werden, die mehr Flexibilität liefern.
  • Das Flexibilitätspotenzial von Wärmepumpen muss genutzt werden. Intelligente Zähler und zeitvariable Strompreise können unter anderem für weitere Flexibilität sorgen.

Wärmepumpen sind die Heiztechnik der Zukunft

Selbst das Umweltbundesamt ist von der Wärmepumpe überzeugt und bevorzugt diese Technologie vor allen anderen Heizungssystemen: „Ein (nahezu) ‚klimaneutraler Gebäudebestand‘ oder sogar ein ‚Treibhausgasneutrales Deutschland‘ können nur mit einer sehr großen Anzahl an energieeffizienten Wärmepumpen in sehr gut gedämmten Häusern erreicht werden.“ 2